Microsoft bestätigt Skype-Kauf

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Seit der Trennung von eBay mutierte Skype zum heißesten Übernahmekandidaten in der IT-Branche, neben Cisco sollen auch Google und Facebook interessiert gewesen sein. Den Zuschlag erhielt letztlich Microsoft, das sich den VoIP-Anbieter immerhin 8,5 Milliarden Dollar kosten lässt. Zum Vergleich: im Sommer 2009 zahlten eine Investorengruppe noch 2 Milliarden Dollar für zwei Drittel des Unternehmens.

Bleibt also die Frage, ob Skype tatsächlich diese Summe wert ist – schließlich machte der VoIP-Anbieter im vergangenen Jahr nur vergleichsweise bescheidene 860 Millionen Dollar Umsatz. Andererseits hat er 633 Millionen registrierte Nutzer, von denen immerhin 8,8 Millionen für Skype-Dienste zahlen, und allein von dieser enormen Masse könnten Microsoft-Dienste profitieren. Der Software-Konzern kündigte bereits an, Skype solle Xbox und Kinect unterstützen sowie Windows Phone. Zudem will man eine Verbindung zwischen den Skype-Nutzern und den Nutzern von Lync, Outlook und Xbox Live herstellen – speziell beim Kommunikationsserver Lync scheint einiges an Potenzial vorhanden, konnte der zuletzt doch 30 Prozent mehr Umsatz verzeichnen.

Skype soll eine eigene Business Division innerhalb von Microsoft werden, der Skype-CEO Tony Bates als Präsident vorsteht.

Microsoft werde Skype-Clients für Nicht-Microsoft-Plattformen weiterhin unterstützen und auch weiter in diese investieren, versprach der Software-Konzern bereits. Etwa anderes bleibt ihm auch kaum übrig, denn bei der Vielzahl von Partnerschaften, die Skype eingegangen ist, um die VoIP-Software auf die unterschiedlichsten Geräte zu bringen, würde man andernfalls die halbe IT-Welt vor den Kopf stoßen.

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