Windows 8: Microsoft verspricht bessere Datei-Operationen

Das Handling von Dateien war noch nie eine Stärke von Windows. Das will Microsoft nun endlich ändern. Da Windows 8 ohnehin mit den Traditionen seiner Vorgänger brechen soll, könne man auch das Dateisystem und seine Operationen umkrempeln. Das gebe den PC-Besitzern künftig mehr Kontrolle über die Vorgänge und eine größere Flexibilität bei den Kopier- und Transfervorgängen.
Momentan wartet die Community gespannt auf die erste Beta-Version, die eventuell schon im September zu haben sein wird. Die finale Version sei dann frühestens in der ersten Hälfte 2012 fertig, könne aber durchaus das ein oder andere Quartal mehr benötigen. Falls das passiert, wird das neue Win-8-Blog die Gemeinde darüber informieren.
Die angestrebten Verbesserungen im Filesystem sollen den Computernutzern helfen, größere Bestände an Datensammlungen, Fotos, Videos und Songs fehler- und lückenfrei auf andere Ordner, Partitionen, Netze oder Systeme zu bewegen. Dies werde künftig über eine einheitliche Dialogbox erledigt, die alle möglichen Optionen des Transferprozesses parat hält – ähnlich den Download-Managern in Web-Browsern. So können nicht nur diverse Dateien in verschiedenen Operationen abgewickelt werden, sondern einzelne Prozesse unterbrochen und später fortgesetzt oder ganz abgebrochen werden. Per Grafik werde der Echtzeit-Datendurchfluss für jeden Prozess angezeigt, so dass man beurteilen könne, ob eine Operation zu viel Zeit verschlingen würde.
Windows 8 soll besser mit Namensgleichheiten umgehen können und nicht mehr wie früher die gesamte Kopierorgie abbrechen, nur weil eine identische Bezeichnung auftauche. »Das neue System wird klarer, konsistenter und effizienter als zuvor. Es gibt bessere Konfliktlösungen«, verspricht Alex Simons, Direktor im Windows-Entwicklungsteam. Zuvor gab es noch die Hinweise, dass Win 8 künftig USB 3.0 unterstützen werde sowie einen eigenen App-Store erhalten soll (wir berichteten).