Windows 8 bootet in etwa 8 Sekunden

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Microsoft zufolge hat man den Startvorgang massiv überarbeitet und setzt nun auf eine Mischung aus klassischem Kaltstart und Erwachen aus dem Ruhezustand. Beim Herunterfahren werden alle User-Sessions wie gewohnt beendet, die Kernel-Session jedoch auf die Festplatte (oder SSD) geschrieben. Sie kann so beim Start schnell wieder geladen werden, der Anwender startet jedoch trotzdem mit einer frischen Session.

Das ist wichtig, denn in Untersuchungen hat Microsoft festgestellt, dass der Ruhezustand kaum genutzt wird. Die meisten User fahren ihren Rechner herunter, weil sie nach dem Einschalten mit einem frischen System arbeiten wollen. Zudem sorgen sie sich um den Stromverbrauch im Ruhezustand.

In einem Video zeigt Microsoft wie flott der neue Startvorgang tatsächlich ist: Windows fährt in rund acht Sekunden hoch. Dazu trägt nicht nur bei, dass die Kernel-Session vom Massenspeicher geladen wird, was schneller geht, als sie neu zu starten. Auch dass bei Mehrkernprozessoren alle Kerne daran arbeiten, die Hibernationsdatei zu laden, wirkt sich positiv aus. Microsoft zufolge soll der Geschwindigkeitsgewinn beim Hochfahren je nach System zwischen 30 und 70 Prozent liegen.

Einen schönen Nebeneffekt hat das neue Vorgehen auch: Da anders als beim bisherigen Ruhezustand nur die Kernel-Session auf den Massenspeicher geschrieben werden muss und nicht mehr der komplette RAM mit allen User-Daten, wird auch hier weniger Zeit benötigt.

Windows 8 soll voraussichtlich im nächsten Jahr auf den Markt kommen, zuletzt war sogar über eine Beta-Version noch im September spekuliert worden.

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