Samsung investiert mehr als Sony, Intel und Cisco zusammen

Einen Tag vor der Bekanntgabe der aktuellen Bilanz des koreanischen Herstellers bereitet Wirtschaftdienst Bloomberg die Branche auf neue Rekordmeldungen vor.
Bereits vergangene Woche hatte Samsung angedeutet, im aktuellen Jahr mehr als 41 Milliarden US-Dollars für die Expansion ausgeben zu wollen. Bloomberg-Autor Jun Yang erklärt nun, wofür Samsung so viel Geld ausgibt: Die Investition in Forschung und das Bauen neuer Fabriken mache alle Mitbewerber zu Zwergen. Zusammengerechnet hätten Sony, Intel und Cisco im Jahr 2010 nicht so viel ausgegeben wie Samsung – damals investierte die koreanische Firma mit 18,7 Milliarden US-Dollars mehr als drei Mal so viel Geld wie Intel. Das werde 2012 nun noch einmal mehr als verdoppelt.
Den Löwenanteil der fast 42 Milliarden geplanter Ausgaben wolle Samsung in seine Halbleitersparte und seine Display-Produktion stecken. Als Zulieferer von Bauteilen für Apple und Sony baue der koreanische Goliath seine Fabriken so weit aus, dass andere Hersteller kaum noch eine Chance hätten. Bei Displays weite der koreanische Riese vor allem seine OLED-Produktion aus.
Auch im Speicherchipmarkt überflügle Samsung alle anderen: die japanischen und taiwanischen Wettbewerber hätten fast schon das Handtuch geworfen, zitiert Bloomberg die Analysten von Sinhan BNP Paribas. Der japanische DRAM-Produzent Elpida hatte in Tokyo erst bekanntgeben müsen, nur mit Staatshilfe über die schlimmsten finanziellen Probleme zu kommen und die Fusion mit Micron zu finanzieren.
Das Geheimnis hinter Samsungs Erfolg sei, früh zu investieren, um Dominanz in den entsprechenden Marktsegmenten zu erringen – und schließlich Barrieren gegen die Konkurrenten zu errichten.