Verschlüsselte Smartphones per Radiowelle austricksbar?

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Einer der weltweit bekanntesten Experten für Kryptologie, Paul Kocher, kündigte gerade an, auf der kommenden RSA-Konferenz in San Francisco nächsten Monat auftreten zu wollen. Mit einem Team von seiner Firma Cryptography Research, eine Tochter des Speicherchip-Urgesteins Rambus, wolle man einen möglichen Hacker-Trick vorführen:

Ein altes analoges Radio könne man im Prinzip so einstellen, dass man die elektromagnetischen Wellen der Verschlüsselungsbibliothek innerhalb des Mobilgeräts abfangen könne. Das gelinge dann, wenn sie gerade benutzt wird – und mit einem Abstand von gut drei Metern. »Man muss natürlich auch die richtige Frequenz einstellen«, merkt Kocher verschmitzt an.

Die abgefangenen Signale könne man am Computer umrechnen und erhalte so den Schlüssel zum Code. »Wir klauen den Schlüssel praktisch in dem Moment, wo er benutzt wird. Ganz egal, wie lang der ist«, erläutert Kocher.
Die Vorführung auf der RSA-Konferenz habe zum Ziel, nicht etwa diverse Smartphone-Hersteller zu diskreditieren oder zu ärgern, sondern den Einsatz der Verschlüsselung im Gerät zu verändern. »Das Problem kann man schließlich lösen«, verspricht der Experte. Cryptography Research arbeite schließlich mit einem ungenannten namhaften Handy-Hersteller bereits an einer Lösung.

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