HP-Chefin flirtet verstärkt mit Android

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In der Telefonkonferenz zu den Zahlen im zweiten Quartal des Fiskaljahrs 2013 hat sich HP-CEO Meg Whitman auch ausführlich zu den neuen Android-Geräten ihres Unternehmens geäußert. Sie räumte dem Google-Betriebssystem wesentlich mehr Zeit ein als Windows 8. Beobachter werten dass als Hinweis, dass sich HP zunehmend alternativen Betriebssystemen zuwendet, insbesondere Android.

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“Indem wir verschiedene Betriebssysteme, verschiedene Architekturen und verschiedene Formfaktoren nutzen, entwickeln wir schneller die von den Kunden gewünschten Geräte”, sagte Whitman den Teilnehmern der Telefonkonferenz. Anschließend sprach sie über neue Android-Geräte, Windows 8 erwähnte sie überhaupt nicht mehr.

“Nach der Einführung unseres ersten Chromebooks im Februar haben wir im zweiten Quartal das Slate 7 herausgebracht”, sagte Whitman und nannte das Interesse an diesem Tablet “ermutigend”. Sie erwähnte außerdem SlateBook x2 als “das erste Android-Hybridgerät mit dem Mobilprozessor Nvidia Tegra 4.”

Später ging sie noch auf PCs ein, stellte aber auch in diesem Zusammenhang Android als wichtige Komponente im Produktmix heraus: “Was PCs angeht, liebt uns der Channel immer noch, wenn wir das richtige Produkt zum richtigen Preis haben. Und um ehrlich zu sein, es hilft hier viel, über Android-Produkte zu verfügen. Das Slate für 169 Dollar hilft, ein Marktsegment abzudecken, das wir zuvor nicht hatten.”

Finanzchefin Cathy Lesjak räumte hinsichtlich der geringeren Einnahmen in allen Unternehmensparten ein, dass das abgelaufene Quartal nicht wie von HP erwartet ausgefallen ist. Ein Lichtblick sei die Sparte für konvergente Infrastrukturen, die sich im Jahresvergleich um 48 Prozent verbesserte.

HP-Gewinn um ein Drittel eingebrochen

Hewlett-Packard hat im zweiten Fiskalquartal 2013 (bis 30. April) einen Nettogewinn nach GAAP von 1,1 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging der Überschuss um 32 Prozent zurück. Der Non-GAAP-Gewinn pro Aktie schrumpfte um elf Prozent auf 0,87 Dollar. Der Umsatz lag bei 27,6 Milliarden Dollar, zehn Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Wie schon im Vorquartal betrifft das Umsatzminus alle Sparten des Unternehmens. Die Personal Systems Group litt unter dem schwachen PC-Markt und büßte 20 Prozent ihres Umsatzes ein. Die Verkaufszahlen gingen um 21 Prozent zurück. Der Geschäftsbereich Printing nahm ein Prozent weniger ein als zwischen Februar und April 2012. Das Minus der Enterprise Group beträgt zehn Prozent. Die Einnahmen aus Enterprise Services sowie Software schrumpften um acht beziehungsweise drei Prozent.

[mit Material von Brooke Crothers, News.com, und Rachel King, ZDNet.com]

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