Dateisharing-Service Arxshare legt Quellcode offen

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Arxshare Fortress

Das österreichische Start-Up Arx Solutions liefert mit Arxshare eine Anwendung zum Teilen von Dateien. Der Filesharing-Dienst verspricht, nicht einmal dem Provider Zugriff zu geben. Dies sei der erste Service, der alles offenlege und seine Firmenzentrale nicht in die datenschutzrechtlich bedenklichen USA verlegt habe, erklärt Arx-Solutions-Mitgründer Andreas Burner aus dem österreichischen Purkersdorf. Denn ein Firmensitz in den Staaten sei de facto eine Erlaubnis für die US-Regierung, die Herausgabe von Daten verlangen zu können – das gelte auch für Open-Source-Projekte mit Zentrum in Amerika.

Arxshare-Äenderungsanzeige
Bei Klick auf das Arxshare-Icon zeigt der Windows-Client, welche Dateien im verwendeten Speicher zuletzt geändert wurden (Bild: Arx Solutions).

Die Online-File-Storage-Services von Arx Solutions gibt es in einer Free-Version für drei User und als kostenpflichtigen Dienst für mehrere Anwender. Er kann in eigener IT-Landschaft oder bei beliebigen Providern laufen. Die laut Eigenwerbung “sichere Alternative zu Dropbox und Google Drive” ist komplett in Österreich entwickelt und wird vom Anbieter als “die einzige Zero-Knowledge File-Sharing-Software, die den Server-Quellcode offenlegt und daher Sicherheits-Reviews ermöglicht” bezeichnet. Schließlich warne sogar Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden vor File-Storage Services wie Dropbox und Google Drive.

Auf die bekannte Open-Source-Alternative ownCloud angesprochen, verweist Burner darauf, dass Informationen, die damit geteilt werden, eventuell vom Provider abgefangen werden könnten und damit nicht hundertprozentig sicher seien. Mit Arxshare lasse sich dagegen nun ein eigener verschlüsselter File-Store einrichten.

Privatanwender können das Produkt mit Server und Clients kostenfrei nutzen. Für Unternehmenslösungen verlangt Arxshare laut Preisliste 4,50 Euro im Monat für den Betrieb mit fünf Usern, 12,50 monatlich bei bis zu 15 Nutzern, 23 Euro pro Monat bei bis zu 30, 39 bei 50 und eine individuell zu vereinbarende Gebühr bei über 50 Anwendern. Eine bessere Performance durch Parallelverarbeitung ist ab der 30-Nutzer-Version geboten, der gleichzeitige Betrieb mehrerer Server ist bei Verwendung der Business-Edition für mehr als 50 Anwender möglich.

Tipp der Redaktion: Max Schrems war vor drei Jahren Jurastudent in Wien – einer von vielen. Das änderte sich, nachdem er durch seine Klage gegen Facebook bekannt geworden war. Er warf dem Konzern vor, zu emsig Daten zu sammeln. Mit “ Kämpf um deine Daten” hat er jetzt sein erstes Buch vorgelegt – ein Weckruf für alle Internet-Nutzer.

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