Online-Speicher Netzdrive soll durch Verschlüsselung vor Schnüfflern schützen

Die Cratchmere GmbH bietet unter dem Namen Netzdrive jetzt verschlüsselten Web-Storage-Dienste in den Varianten Cloudfree (kostenlos), Cloudstart (4,95 Euro monatlich), Cloudpro (8,95 Euro monatlich) und Cloudoffice (9,95 Euro monatlich) an. Die Services unterscheiden sich zum Beispiel bei der juristisch gültigen Datenschutzvereinbarung, der Möglichkeit des zeitgesteuerten Löschens des Papierkorbs oder in Bezug auf das Erstellen von Spaces im lokalen Netz.
Die kostenlose Version steht für einen Nutzer und einen Client zur Verfügung. Ab der Starter-Version lassen sich beliebig viele Clients nutzen, jeder zusätzliche Nutzer kostet 2,95 Euro im Monat. Innerhalb eines Benutzer-Accounts können weitere Cloud-User angelegt werden oder bestehende dazu eingeladen, Spaces in der Nutzer-Cloud anzulegen. Jeder weitere Cloud-User kostet 5,95 Euro.
Bei der Variante Cloudpro können Anwender Dateien und Zugriff darauf veröffentlichen, Spaces auf Netzlaufwerken einrichten und die Versionierung limitieren. Cloudoffice bietet darüber hinaus ein mobiles Office für iOS oder Android, mit dem sich Dokumente innerhalb der Netzdrive-Umgebung öffnen und bearbeiten lassen.
Fünf GByte Speicherplatz sind kostenfreie, mehr Kapazität kann hinzugekauft werden. Bis zu 5000 GByte sind in der Preisliste abgedeckt, auf Anfrage sind jedoch auch bis zu 500 TByte möglich. Die Übernahme von Daten aus Cloud-Diensten anderer Anbieter, die den eigenen Sicherheitsansprüchen nicht mehr genügen, gehört zu den Dienstleistungen, die Netzdrive anbietet. Der Datentransfer von A nach B kann individuell vereinbart werden.
Neben Netzdrive existieren in Deutschland bereits mehrere Alternativen zu den bekannten US-Speicherdiensten, etwa IDGard von Uniscon oder Dox von Brainloop oder Cloud Drive von Levigo. Wer nicht auf Google Drive oder Dropbox verzichten mag, kann auch diese Angebote verschlüsselt nutzen, etwa mit Software von Boxcryptor oder auf Einzel-PCs mit Tools wie Archicrypt. Ein sicheres Speichern auf eigenen Servern erlaubt zudem die Open-Source-Software Owncloud.
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