Sage Software baut Cloud-Angebot für KMU um Sage Office Online aus

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Sage Software (Bild: Sage)

Sage Software hat vergangene Woche auf dem IT-Presseforum 2015 in München das Produkt Sage Office Online vorgestellt. Das Unternehmen baut damit sein Cloud-Portfolio weiter aus. Das neu vorgestellte Angebot richtet sich an Betriebe mit 10 bis 100 Mitarbeitern. Als Kombipaket, das sich aus den Bereichen Online-Finanzbuchhaltung und Online-Auftragsmanagement zusammensetzt, soll es jedoch vor allem den mobilen Unternehmer unterstützen, der neben seinen Mitarbeitern und dem Steuerberater von überall Zugang zu seinen Geschäftsdaten benötigt.

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Die Benutzeroberfläche von Sage Office Online lässt sich durch den Anwender individuell anpassen, sodass dieser die Möglichkeit hat, seine wichtigsten Vorgänge auf dem Startbildschirm abzulegen und somit schnell verfügbar zu machen (Screenshot: Sage Software).

Mit Sage Office Online rundet Sage Software nach eigenen Angaben jetzt sein Anwendungsangebot für KMU ab. Diese hätten nun in allen Software-Bereichen die Wahl zwischen Cloud- und Desktop-Lösungen. Sage Office Online sei einfach in der Handhabung und erlaube es Mittelständlern, die gesamte Unternehmensprozesskette von der Auftragserstellung bis hin zur Verbuchung selbständig zu bewerkstelligen. Hierfür lassen sich die Pakete “Auftrag & Rechnung” sowie “Finanzen & Buchhaltung” jeweils als Einzelpaket oder in Kombination buchen.

An zusätzlichen Funktionen offeriert die auf der ERP-Software Sage Office Line basierende Neuvorstellung beispielsweise Mehrplatzfähigkeit, kann also auf mehreren vernetzten Arbeitsplätzen gleichzeitig ausgeführt werden. Darüber hinaus sind unter anderem ein automatisiertes Mahnwesen, intelligente Assistenten für wiederkehrende Buchungen sowie Optionen zur Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung mit an Bord.

Laut Sage Software wird auch die Einkaufsabteilung unterstützt, zum Beispiel bei der Lieferantenpreisabfrage. Eine vollständige Bilanzerstellung ist zudem ebenso möglich wie Echtzeit-Auswertungen, welche den Report des Steuerberaters ersetzen sollen. Dem Anbieter zufolge dient das zum einen einer verbesserten Kontrolle über die Unternehmensdaten und zum anderen einer gründlicheren Übersicht über das Geschäft.

Sage Office Online lässt sich aus unterschiedlichen, einzeln buchbaren Modulen zusammensetzen, die es etwa erlauben, die Auftragsbearbeitung samt Einkauf mit der Warenwirtschaft und der Finanzbuchhaltung zu verknüpfen.

Solche Kombinationsmöglichkeiten erlauben es laut Sage Software beispielsweise, dass ein auf dem Online-Konto eines Unternehmens eingehender Rechnungsbetrag automatisch durch das Programm in die Finanzbuchhaltung eingelesen wird, während das Modul “Mahnwesen” zur gleichen Zeit den offenen Forderungsposten ausbucht. Zudem kann ein Steuerberater jederzeit ergänzend und kostenlos auf die Daten innerhalb der Cloud-Umgebung zugreifen, um eine Plausibilitätsprüfung durchzuführen.

Das herausstechendste Merkmal der Cloud-ERP-Software ist Sage Software zufolge jedoch die neue Art der Benutzerführung, die mit der Online-Anbindung einhergeht: “Sage Office Online hat sich auf die mobile Arbeitsweise heutiger Anwender eingestellt, die zum Beispiel verschiedene Endgeräte abwechselnd nutzen möchten”, erklärt Jan Friedrich, der bei Sage Software für Online-Lösungen im Geschäftsbereich kleine und mittlere Unternehmen verantwortlich zeichnet.

Denn dank der Cloud-Technologie stünden die Daten autorisierten Nutzern jederzeit und überall zur Verfügung, sodass Geschäftsführer ihre jeweiligen Geschäftsprozesse etwa per Smartphone oder Tablet im Blick behielten. Das System läuft laut Sage Software plattformunabhängig auf den jeweils aktuellsten Versionen gängiger Browser wie dem Internet Explorer, Firefox oder Chrome. Die Unternehmensdaten selbst lagerten in einem gesicherten deutschen Rechenzentrum.

Sage Office Online_screen_Einnahmen_Ausgaben (Screenshot: Sage Software)
Sage Office Online bietet auch einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens. Die wichtigsten Daten lassen sich zudem grafisch darstellen (Screenshot: Sage Software).

Die Benutzeroberfläche von Sage Office Online lässt sich laut Anbieter individuell anpassen, sodass der Anwender die Möglichkeit hat, seine wichtigsten Vorgänge auf dem Startbildschirm abzulegen und somit schnell verfügbar zu machen. Die bereits erwähnten intelligenten Assistenten unterstützten den Nutzer darüber hinaus in jedem einzelnen Ablaufabschritt: Will er etwa einen Verkaufsbeleg erfassen, wird automatisch der jeweilige Kundenstamm dargestellt, sodass die entsprechenden Daten per Doppelklick übernommen werden können. Der zugehörige Artikelstamm muss hierbei nicht mehr separat aufgerufen werden, sondern wird automatisch angezeigt, sobald der Nutzer mit der Auswahl eines Artikels beginnt.

Die Module “Auftrag & Rechnung” sowie “Finanzen & Buchhaltung” sind online für je 29,90 Euro pro Anwender und Monat buchbar. Das aus beiden Modulen bestehende und für bis zu zwei Benutzer ausgelegte Komplettpaket ist für 49,80 Euro pro Monat erhältlich. Der Support ist im Preis enthalten. Eine Testversion steht kostenlos für 30 Tage zur Verfügung.

Bereits Ende März 2013 brachte das Unternehmen die ebenfalls cloud-basierende Lösung Sage One auf den Markt. Sie richtet sich in erster Linie an kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern, die keine oder wenig Vorkenntnisse bei der Buchhaltung haben. Ihnen soll das Angebot helfen, die komplette Unternehmensführung mit einer einzigen Software abzudecken. Gegenüber Sage Office Online bietet die Anwendung jedoch weniger auswählbare Belegtypen und unterstützt auch keine Kostenstellen- respektive Kostenträgerrechnung.

Tipp der Redaktion: Die Finanzlösung Sage One soll auch Nicht-Buchhalter in die Lage versetzen, die Finanzen ihres Unternehmens in den Griff zu bekommen. Im Artikel Sage One: Finanzen und Verwaltung in der Cloud zeigt ITespresso, ob die Cloud-Lösung wirklich so einfach funktioniert, wie der Hersteller verspricht.

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