Das ist aktuell die populärste Open-Source-Software

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Linuxquestions.org hat Nutzer in 30 Kategorien nach der populärsten Open-Source-Software gefragt (Bild: Shutterstock / Bildagentur Zoonar)

Die Online-Communitiy LinuxQuestions, bei der unerfahrene Nutzer freiwilligen Experten Fragen zu Linux- und Open-Source-Programmen stellen können, hat Ende vergangenen Jahres dazu aufgerufen, in über 30 Kategorien, für das jeweilige Lieblingsprojekt abzustimmen – vom Browser über das Desktop-Environment bis zur Datenbank oder Cloud-Lösung. Jetzt wurden die Ergebnisse der – vielleicht nicht ganz repräsentativen – Online-Abstimmung veröffentlicht. Sie vermitteln aber zumindest einen Eindruck davon, welche Projekte in der Community derzeit besonders geschätzt werden.

Linuxquestions.org hat Nutzer in 30 Kategorien nach der populärsten Open-Source-Software gefragt (Bild: Shutterstock / Bildagentur Zoonar)

Beim Browser ist das Ergebnis eindeutig: Firefox ist mit 58 Prozent der Stimmen der populärste Open-Source-Browser. Mit deutlichem Abstand folgen Chrome, auf Platz drei Chromium und auf Rang vier Opera. Beim Linux-Desktop ist man sich dagegen offenbar nicht einig. Hier kommen Linux Mint, Ubuntu, sowie Slackware mit jeweils 22,2 Prozent der Nutzerstimmen gemeinsam aufs Siegertreppchen.

Bei den Nutzeroberflächen sind die Präferenzen deutlicher ausgeprägt. KDE vereint mit 34 Prozent der Stimmen klar die meisten auf sich. Das Desktop Environment Xfce schafft es vor GNOME und Cinnamon auf den zweiten Platz.

Der bei den Umfrageteilnehmern beliebteste Linux-Server ist CentOS, der Clone von Red Hat Enterprise Linux. Er erhielt 32 Prozent der Stimmen in dieser Kategorie die Abstimmung. Die Ränge zwei bis vier teilen sich Slackware, Debian und Ubuntu. Die im kommerziellen Bereich führenden Distributionen RHEL und Suse Linux Enterprise Server hingegen fallen deutlich zurück.

(Grafik: LinuxQuestions.org)

Die Ergebnisse bei der Wahl zur beliebetesten Office-Suite bestätigen, was viele professionelle Anwender und Berater schon beobachtet haben: Mit 86 Prozent ist LibreOffice inzwischen die dominierende Open-Source-Office-Suite. Aber nicht nur die Nutzerbasis ist inzwischen deutlich größer als bei OpenOffice, von dem LibreOffice “abstammt’”, sondern auch die Zahl der Entwickler übersteigt inzwischen die beim Vorgänger.

Das beliebteste Open-Source-Mobilbetriebssystem ist wenig überraschend Android (Grafik: LinuxQuestions.org).

Als beliebtestes Datenbank Management Systems (DBMS) hat sich in der Umfrage MariaDB durchgesetzt. Seit 2012, als erhebliche Zweifel an der Open-Source-Strategie von Oracle aufkamen, gewinnt der MySQL-Fork, nach wie vor binärkompatibel zu MySQL, immer mehr Nutzer hinzu. Zudem soll MariaDB schneller sein und weniger Ressourcen benötigen als MySQL. Aber auch das scheint nach wie vor eine große Fan-Gemeinde zu haben und landet mit knapp über 20 Prozent der Stimmen nur knapp hinter PostgreSQL (23 Prozent) auf dem dritten Rang. Bei den NoSQl-Datenbanken rangiert MongoDB mit knapp 45 Prozent vor CouchDB, Redis und Cassandra auf dem ersten Platz.

Wenig überraschend ist, mit 56 Prozent Android Platz eins bei den Mobil-Betriebssystemen belegt. Auf Rang zwei folgt das auf Android basierende Custom Rom CyanogenMod. Erst nach dem in Finnland entwickelten Sailfish kommen dann Firefox OS und Ubuntu OS. Chrome OS fristet bei den Befragten ein Nischendasein.

Das beliebteste Cloud-Management ist mit über 56 Prozent ganz eindeutig ownCloud. OpenStack, das derzeit von mehreren Hersteller stark propagiert wird, erreicht lediglich den Rang zwei. CloudStack, OpenNebula und Eucalyptus folgen auf den Plätzen.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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