CCC empfiehlt: Kein Foto für elektronische Gesundheitskarte einschicken
Der Chaos Computer Club attestiert der elektronischen Gesundheitskarte »gravierende Mängel«, insbesondere bei den so genannten freiwilligen Diensten wie der elektronischen Patientenakte. Hier würden die vertraulichen Patientendaten die Arztpraxis verlassen und auf einem zentralen Server gespeichert – zwar verschlüsselt, doch es gebe kein schlüssiges Konzept, wer Zugriff auf die Schlüssel haben wird.
Ohne solche Dienste, hätte die elektronische Gesundheitskarte jedoch keine Vorteile für Krankenkassen, Ärzte und Versicherte, so der CCC, und sei ökonomisch nicht vertretbar. Der Forderung einiger Krankenkassen, Fotos für die Karte einzuschicken, sollte man deshalb nicht nachkommen; ob die Kassen Sanktionsmöglichkeiten hätten sei fraglich.
Wer dennoch ein Bild einschicken will, dem bietet der CCC einen anderen Ausweg. Schließlich sei, anders als beim elektronsichen Reisepass, nicht vorgeschrieben, dass es sich um ein biometrisch verwertbares Foto handeln müsse. Es gäbe keine Vorgaben, wie das Foto auszusehen hätte – »der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt«, so die Datenschützer. (Daniel Dubsky)