Large Hadron Collider: Weltuntergang fällt aus
Nach zahlreichen Warnungsmeldungen und Weltuntergangsprophezeihungen ist der LHC im CERN in der Schweiz in Betrieb gegangen, um “das Feuer des Urknalls” zu zünden, wie Der Spiegel die Aufgabe des LHC kurz beschreibt. Über die Bauarbeiten an diesem Teilchenbeschleuniger berichteten wir bereits vergangenes Jahr direkt aus Genf (Reportage hier).
Aber dass niemand am Weltuntergang interessiert ist, zeigt die Anfrage von PC Professionell bei Google Trends: Gerade mal 7 Fragen nach dem Begriff “Weltuntergang” sind in den letzten drei Tagen gestellt worden – drei davon übrigens aus Würzburg.
Immerhin suchten in den letzten Tagen knapp 30 nach “Large Hadron Collider” und waren damit mehr an der neuen physikalischen Dimension interessiert als an Nostradamus und Co.
Internet-Geschichten wie die von der “Doomsday Machine” (Engadget) stellen sich als Panikmache heraus. Oder doch nicht? Man habe heute ja nur 5 Prozent der Kraft des Systems genutzt, erklärten die Forscher gegenüber Nachrichtenagenturen. Sie hätten dabei sogar ein kleines Schwarzes Loch produziert (das gleich wieder in sich zusammengefallen war). Wenn der Weltuntergang also doch noch kommen sollte, dann kommt er eben mit Verspätung. (mk)


Meine Meinung: Die Weltuntergangs-Prophezeihungen rund um den LHC waren ein reines Mittel, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Wenn es dann tatsächlich doch mal so weit sein sollte – Zeit, in Suchmaschinen nachzusehen, nimmt sich dann ohnehin keiner mehr. Heute haben wir es eher mit “Weltuntergang powered by Deutsche Bahn” zu tun – kommt leider später. (Manfred Kohlen)