Security-Experiment zeigt: Fast alle Nutzer klicken leichtfertig Links an

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Die Security-Experten fanden heraus: Beim Klick auf Kurz-URLs besiegt die Neugier den Sicherheitsdenken, wenn nur vor dem Link das Richtige versprochen wird. Dazu posteten gefälschte Accounts einer 30jährigen Angestellten der Werbebranche in Twitter und Facebook nur verkürzte Links, die den Nutzer auf verseuchte Webseiten geführt hätten.

Im vierwöchigen Experiment konnte die falsche Werberin in den ersten drei Wochen schon 1928 »Freunde« einsammeln, indem sie täglich drei sichere Links zu Neuigkeiten aus Security, Showgeschäft, Wissenschaft und Unglücksfälle veröffentlichte. Doch dabei wurde zusätzlich die Aufforderung veröffentlicht »Falls der Link nicht funktioniert, teilen Sie mir dies bitte mit, damit ich ein anderes Tool zur Linkverkürzung verwenden kann«. So einfach geht es also: In der vierten Woche wurden alle Freunde auf gekürzte Links verwiesen. Mehr als 1800 Nutzer hätten so wahrscheinlich ihre Rechner mit Malware infiziert – hätte BitDefender sie auf echte Malwareseiten geleitet.

Der Antivirenspezialist will mit solchen Meldungen drauf hinweisen, dass man ja selbst ein kostenloses Produkt im Angebot hat, das die gefährlichen Short-URLs prüft: »safego« heißt der Helfer, analysiert Links auf ihre Sicherheit und wird laut BitDefender schon von mehr als 14.000 Usern genutzt. Bislang habe das Tool dabei mehr als 20 Millionen Links überprüft und bei etwa 20 Prozent der Nutzer mindestens einen infizierten Link auf deren Facebook-Pinnwand oder der Pinnwand ihrer Freunde entdeckt.

Das Tool ist hier zum Download erhältlich.

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