Chinas neuer Fünfjahresplan: Hightech, Anwendungen und Service sollen Reichtum schaffen

China gibt seine starre sozialistisch geprägte Wirtschaftsplanung zwar nicht auf, aber plant für 2011 bis 2015 ebenso starr, innovativ zu sein. Die Forscher der taiwanischen Digitimes haben sich – wohl auch aus Sorge um ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit – den Plan aus Festlands-China näher angeschaut und sind vom kapitalistischen Sinneswandel des kommunistischen Landes überzeugt.
Im Sinne des Kapitalismus haben die demokratischen Chinesen von der »chinesischsprachigen Silizium-Insel« den Plan aus dem kommunistischen »Zentrumsland« gleich in einen kostenpflichtigen Report für knapp 1000 US-Dollar gepackt – für alle, die an China Geld verdienen wollen.
Der Plan mache zuerst deutlich klar, dass 2010 das Land zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt gemacht habe, man Japan überrundet hat und sich nun noch mehr den Märkten zuwende. Dafür machte man sieben neue strategische Industrien aus, in die in den nächsten fünf Jahren über 10 Billionen chinesische Renminbi (1,1 Billionen Euro) investiert würden. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht die ITK-Branche.
Vor allem die heimischen Dienstleister und Anwendungen sollen gefördert werden, um im Weltmarkt als mehr dazustehen als nur die billige Werkbank zur Geräteproduktion. Neue Technologien und Märkte sollen dabei schon in der Entstehungsphase unterstützt werden – eine Anleihe an die Venture Capital-Industrie des Silicon Valley. Der Report macht auch klar, wie sehr China darauf bedacht ist, sich die Kontrolle über neue Technologien zu sichern.