Betriebssystem-Markt: Windows scheint uneinholbar

Wie die Marktforscher von Gartner nun verkündeten, hatte Windows im vergangenen Jahr einen weltweiten Marktanteil von 78,6 Prozent. Damit konnte Microsoft wieder etwas zulegen. 2009 lag der Marktanteil bei 77,9 Prozent. Das Plus führt Gartner auf den Erfolg von Windows 7 und das Ende von Windows XP zurück. Viele Unternehmen würden nun umsteigen – auch angesichts des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs.
Auf den weiteren Plätzen folgten IBM (7,5 Prozent), HP (3,7 Prozent), Oracle (2,6 Prozent) und Red Hat (2 Prozent). Diese Firmen machten vor allem mit ihren Server-Betriebssystemen auf Linux- und Unix-Basis ihren Umsatz. Im Server-Markt war denn auch Linux das Betriebssystem mit dem höchsten Zuwachs an Marktanteilen. Auch Apple gehörte relativ gesehen zu den Gewinnern: Mac OS konnte seinen Anteil am weltweiten Markt von 1,6 auf 1,7 Prozent verbessern, was seinem Hersteller ein Umsatzplus von 15,8 Prozent auf 520 Millionen Dollar brachte. Zum Vergleich: Microsoft machte mit Windows einen Umsatz von 23 Milliarden Dollar.
Insgesamt ist der Umsatz, der mit Betriebssystemen weltweit erwirtschaftet wurde, laut Gartner im Vergleich zu 2009 um 7,8 Prozent gestiegen. Das macht einen Gesamtumsatz von 30,4 Milliarden Dollar. Als Grund für das Wachstum geben die Marktforscher die wirtschaftliche Erholung an, so dass vor allem Unternehmen wieder investieren konnten.