Blackberry-Hersteller RIM verschiebt Produktüberarbeitung auf Ende 2012

Der Sturzflug des ehemaligen Business-Smartphone-Granden geht weiter, berichtet das Wall Street Journal über den derzeitigen Stand der RIM-Krise nach der gestrigen Veröffentlichung der Quartalszahlen (als PDF hier).
In einer Grafik mit dem lästerlichen Titel »The Blackberry Blues« demonstriert die Wirtschaftszeitung die zögerliche Entwicklung der Verkaufszahlen bei Research in Motion. Die Geschäftsvorhersagen für das erste Quartal 2012 sprechen jetzt nur noch von 11 bis 12 Millionen verkauften Blackberries – im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 14,9 Millionen.
Im dritten Quartal stürzten die Gewinne um ganze 71 Prozent, seufzt die Wirtschaftszeitung – und dann kamen auch noch die weltweiten Blackberry-Serverausfälle und das unglückliche Tablet-Geschäft mit dem Playbook hinzu.
Die beiden Chefs Jim Balsillieund Mike Lazaridis hätten schließlich die Kunden noch um Verständnis dafür gebeten, dass das neue Betriebssystem BBX, das auch schon das Playbook antreibt und für die anderen RIM-Geräte vorgesehen ist, erst im späten 2012 fertig werde.
Die erste Ankündigung einer Verzögerung hatte es schon im Oktober gegeben; die neuerliche Verschiebung des Termins trifft das Vertrauen in RIM nun hart. und reißt laut WSJ noch einmal die Aktienkurse in die Tiefe.
Zudem hatte der kanadische Hersteller noch einen Markenstreit verloren: Der Name BBX für das verschobene Betriebssystem muss weg, und der Ersatzname »Blackberry 10« klingt nicht mehr unbedingt wie eine Neuerung.