Juniper Networks: Mobile Malware um 155 Prozent gestiegen

Fast Zweidrittel der mobilen Spyware drang als blinder Passagier per App in die Tablets und Smartphones ein, um dort Daten wie GPS-Standorte oder Browser-Historie abzugreifen und dem Auftraggeber zu übermitteln. Der Rest der Malware bestand überwiegend aus SMS-Trojanern, so die Analyse von Juniper Networks (PDF-Dokument), erhoben auf Basis von echten Transferdaten.
»Das mit 155 Prozent überaus schnelle Wachstum der mobilen Schadsoftware plus der vielen Probleme mit verlorenen oder geklauten Mobilgeräten illustriert, wie wichtig mobile Security geworden ist«, schlussfolgert Dan Hofman, Sicherheitsexperte bei Juniper Networks.
Besondere Sorge mache den Analysten der enorme Malware-Ansturm, der unspezifisch auf die Android-Plattform gerichtet ist. Die schnell wachsende Fangemeinde und die fehlende scharfe Kontrolle im App-Marktplatz würden diesen Trend begünstigen: 2010 mussten Besitzer von Android-Geräten kaum mit Attacken rechnen, nur ein Prozent der Versuche gingen in ihre Richtung. Aktuell sind es laut Juniper-Daten bereits 46,7 Prozent aller Angriffe auf Mobilgeräte.
»Wir können allen Firmen und Nutzern von Smartphones und Tablets nur dringend dazu raten, sich abzusichern, ob beim Online-Kontakt, auf Reisen, bei der Datenübertragung von und zur Firma und insbesondere beim Einkauf von Apps«, empfiehlt General Manager Sanjay Beri.