Dell lässt Federn im vierten Quartal

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Mit einem GAAP-Netto-Profit von 931 Millionen US-Dollars sinkt das Dell-Ergebnis im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2011 drastisch – es ist um knapp ein Fünftel abgestürzt. Die Umsatzsteigerung auf 16 Milliarden Dollar ist mit zwei prozent moderat ausgefallen, liegt aber immer noch über den von Analysten vorausgesagten 15,96 Milliarden. Die gestern veröffentlichten Zahlen http://content.dell.com/us/en/corp/d/secure/2012-02-fyrelease.aspx enttäuschten die Anleger: Im nachbörslichen Handel fiel der Kurs der Dell-Aktie um 5 Prozent auf 17,29 Dollar.

Dells Enterprise-Sparte nahm Servern, Storage und Dienstleistungen den größten Teil von Umsatz und Gewinn ein: Sie erwirtschaftete 4,9 Milliarden Dollar (plus 5 Prozent) und meldete einen operativen Gewinn von 461 Millionen Dollar. Der öffentliche Sektor trug 3,9 Milliarden Dollar (minus 1 Prozent) zum Gesamtergebnis bei, die Consumer-Sparte weitere 3,2 Milliarden Dollar (minus 2 Prozent). Der mit kleinen und mittleren Unternehmen erzielte Umsatz kletterte um 6 Prozent auf 4 Milliarden Dollar.

In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika stiegen Dells Umsätze im vierten Geschäftsquartal um 8 Prozent. Der asiatisch-pazifische Raum verbuchte mit einem Plus von 10 Prozent erneut das größte Wachstum. In Nord- und Südamerika verlor das Unternehmen gegenüber dem Vorjahresquartal 3 Prozent seiner Einnahmen.
Das Geschäftsjahr 2012 schloss Dell nach eigenen Angaben mit Rekordwerten ab. Umsatz und Gewinn pro Aktie stiegen demnach mit 62,1 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,88 Dollar auf ein neues Allzeithoch. Der Nettogewinn legte um 33 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar zu.

Im laufenden Fiskaljahr will Dell vor allem den operativen Gewinn und den Cash Flow steigern. Dementsprechend soll der Non-GAAP-Aktiengewinn über den 2,13 Dollar des jetzt geendeten Geschäftsjahrs 2012 liegen. Analysten prognostizieren 2,05 Dollar. Zudem rechnet Dell im ersten Quartal saisonbedingt mit einem um 7 Prozent geringeren Umsatz als im Vorquartal.

(mit Recherchen von Larry Dignan und Stefan Beiersmann)

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