Nutzer warten 36 Stunden pro Jahr auf Webseiten

Laut 1&1 wartet jeder Surfer hierzulande im Schnitt fast 6 Minuten pro Tag oder 1,5 Tage pro Jahr bis sich Webseiten aufgebaut haben. Rund 40 Prozent der über 1000 von 1&1 befragten Verbraucher fühlen sich durch Wartezeiten sogar so stark gestört, dass es bei ihnen zu Wutausbrüchen oder “negativen Emotionen” (zum Beispiel Stress) kommt.
Ein Drittel aller Befragten ist der Meinung, der dadurch verursachte Stress hat in den vergangenen fünf Jahren zugenommen. Über die Hälfte glaubt, dass sich das Tempo von Webseiten seither nicht verbessert hat beziehungsweise sogar schlechter geworden ist. Dies wirkt sich auch auf den elektronischen Geschäftsverkehr aus: 29 Prozent hatten wegen stockendem Datenverkehr bereits Zweifel, ob eine Online-Transaktion korrekt abgelaufenen ist.
Frauen ärgern sich übrigens beim Besuch von Webseiten eher über lange Ladezeiten als Männer. Männer zeigen bei dem Thema zwar grundsätzlich weniger Emotionen als Frauen, neigen aber zu mehr Konsequenz in ihrer Reaktion. So sagt jeder fünfte Mann, dass es Firmen gibt, deren Waren oder Dienstleistungen er aufgrund einer als extrem langsam empfundenen Homepage nicht wieder bestellen wird. Bei Frauen sind es nur 14 Prozent.
Jeder vierte Internet-Nutzer ist überzeugt, heute besser als vor 5 Jahren beurteilen zu können, ob eine Webseite langsamer läuft, als sie sollte. Die Hauptbremsen sind nach Ansicht der Befragten aufwändigere Seitenlayouts und komplexere Funktionen. Nur jeder Fünfte hat das Gefühl, dass die von ihm besuchten Webseiten von Jahr zu Jahr schneller werden.
Im europäischen Vergleich steht Deutschland allerdings besser da als andere Länder. In Spanien beispielsweise beschweren sich 60 Prozent der von 1&1 befragten Webnutzer über langsame Sites. Der tägliche Zeitverlust beträgt dort 8,5 Minuten. In Großbritannien klagen 71 Prozent der Internet-Nutzer über langsame Webseiten. Kein Wunder: Auf der Insel ist der durchschnittliche Zeitverlust mit 2 Tagen pro Jahr (9 Minuten täglich) am höchsten.
(Bild links oben: Guy Erwood – Fotolia.com)