Apple mehr wert als alle Top-10-Dax-Unternehmen zusammen

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Am Morgen des 20.8. noch war Apple knapp über 600 Milliarden US-Dollar oder fast eine halbe Billion Euro wert. Statistik-Grafiker Mathias Brandt nahm dies zum Anlass, ein Diagramm zum Vergleich zu produzieren.

In der Zwischenzeit jedoch hat die Aktien-Entwicklung Gebirgszüge erklommen, wie sie für IT-Unternehmen zuvor kaum denkbar waren.

Als Ursache für den jüngsten Wertzuwachs werden in der Presse die Vorfreude auf neue Produkte wie iPhone 5 und das iPad sowie Spekulationen über Apples Fernsehgeschäft genannt.

Schon am Freitag stieg das Apple-Wertpapier auf 648,11 US-Dollar an, vor dem Börsenbeginn am Montag legte der Wert noch einmal auf 653,75 Dollar zu – Tendenz steigend.

Noch vor einem Monat war die Aktie nach einem aus Analystensicht enttäuschenden dritten Quartal von 600 auf 575 Dollar abgestürzt. Keine vier Wochen später liegt sie mehr als 13 Prozent über dem damaligen Kurs.

Die US-Investmentbank Jefferies hat am Freitag sogar ihr Preisziel für die Apple-Aktie von 800 auf 900 Dollar angehoben. Damit übertrifft Apples Bewertung die Marke von 600 Milliarden Dollar (rund 490 Milliarden Euro). Einige Analysten halten sogar einen Anstieg auf 1000 Milliarden Dollar für wahrscheinlich.

Branchenkenner erwarten, dass Apple sein nächstes iPhone im September offiziell ankündigen wird. Der für die jüngste Preiserhöhung zuständige Jeffries-Analyst Peter Misek bezeichnete den anstehenden Produktstart als “den größten Smartphone-Launch der Geschichte”.

Vergangene Woche erklärte der langjährige Apple-Beobachter Gene Munster, er erwarte, dass Apple in seinem September-Quartal zwischen 26 und 28 Millionen Einheiten absetzen wird, falls das jüngste iPhone zehn Tage vor Monatsende auf den Markt kommen sollte. Auch ein Bericht  des Wall Street Journal könnte zum aktuellen Höhenflug der Apple-Aktie beigetragen haben. Demnach führt das Unternehmen mit einigen der größten US-Kabelanbietern derzeit Gespräche darüber, wie sich ein Apple-Gerät als Settop-Box für Live-Fernsehen und andere Inhalte nutzen lässt.

[mit Material vom Mathias Brand. Statista, Björn Greif, zdnet.de und Charles  Cooper, News.com]

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