Kabel Deutschland kündigt WLAN-Hotspots für 32 weitere Orte an

Kabel Deutschland baut sein Angebot öffentlicher WLAN-Hotspots in Bayern aus. Bereits Ende Juli hatte das Unternehmen 36 Orte benannt, in denen es den drahtlosen Internetzugang bereitstellen will, jetzt stehen 32 weitere fest. Insgesamt sollen bis Ende September nun in rund 68 Städten und Gemeinden im Freistaat über 300 WLAN-Hotspots errichtet werden. Nutzer werden darüber pro Tag eine halbe Stunde kostenlos online gehen können.
Das Unternehmen will daneben aber auch unterschiedliche Bezahloptionen erproben. Und registrierte Kunden von Kabel Deutschland können die WLAN-Hotspots rund um die Uhr kostenfrei nutzen. Außerdem führt der Netzbetreiber Gespräche mit der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien um auszuloten, wie sich auf Grundlage des WLAN-Angebots über ein Medienportal der BLM auch der Zugang zu lokalen Rundfunkprogrammen realisieren lässt.
Zum Ausbau des WLAN-Netzes versieht Kabel Deutschland Verteilerkästen mit sogenannten WLAN-Hauben. Ab wann die WLAN-Hotspots in den einzelnen Orten aktiv sind und wo sie sich genau befinden, will der Anbieter über regionale Medien ankündigen. Kabel Deutschland will bald auch weitere Städte in anderen Bundesländern bekannt geben, in denen das WLAN-Angebot ausgebaut wird.
Die neu hinzugekommenen bayerischen WLAN-Städte sind: Abensberg, Bad Kissingen, Berchtesgaden, Burgbernheim, Burghausen, Deggendorf, Elsenfeld, Forchheim, Gmund, Grünwald, Höchstadt an der Aisch, Inzell, Karlstadt, Kaufbeuren, Kelheim, Kronach, Lauf, Lichtenfels, Lindau, Lohr, Marktheidenfeld, Memmingen, Neumarkt, Neustadt an der Aisch, Neu-Ulm, Riedenburg, Rothenburg ob der Tauber, Schliersee, Schwabach, Sonthofen, Unterföhring und Weiden.

In München hat Kabel Deutschland allerdings Konkurrenz: Die Stadtwerke bieten in Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber M-net und dem Stadtportal muenchen.de bereits ein freies WLAN-Netz an. Zum Oktoberfest sollen WLAN-Hotspots an vielbesuchten Orten zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zum Angebot von Kabel Deutschland können Nutzer eine Stunde lang kostenlos auf das Internet zugreifen. Nach Ablauf der Zeit soll auch eine direkte Wiedereinwahl möglich sein.
Rechtsunsicherheit bei der Bereitstellung öffentlich zugänglicher WLAN-Netze in Deutschland gibt es nach wie vor hinsichtlich der sogenannten Störerhaftung. Wer einen Internetanschluss zur Verfügung stellt, haftet demnach auch für Missbrauch durch Dritte, etwa bei illegalen Downloads. Die Betreiber des Münchner Gratis-WLAN sperren bestimmte Internetseiten daher.