Dell kauft sich für 25 Milliarden Dollar von der Börse frei

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Die Aktionäre haben dem von Michael Dell und dem Investor Silver Lake Partners unterbreiteten Angebot zugestimmt, ihre Anteilsscheine zu verkaufen. Die Transaktion hat ein Volumen von 25 Milliarden Dollar. Der Firmengründer kann damit seinen Plan umsetzen, das Unternehmen von der Börse zu nehmen und sich so Luft für weitere Restrukturierungsmaßnahmen zu verschaffen.

Michael Dell (Bild: James Martin/CNET):
Michael Dell (Bild: James Martin/CNET)

Dell und Silver Lake zahlen den Aktionären 13,75 Dollar pro Aktie. Darüber hinaus erhalten sie eine Sonderdividende von 0,13 Dollar je Anteilsschein. Ursprünglich hatte Dell 13,65 Dollar je Aktie geboten. Ein Gegenangebot des Multimilliardärs Carl Icahn zwang Dell jedoch, die Offerte zu erhöhen.

Die Transaktion soll im dritten Fiskalquartal 2014 abgeschlossen werden. Das endet am 1. November kommenden Jahres. Danach werden Michael Dell und Silver Lake zusammen 75 Prozent der Unternehmensanteile kontrollieren. Die Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden steht noch aus.

Bei einer Telefonkonferenz mit Analysten kündigte Michael Dell weitere Zukäufe und Investitionen an. Er nannte dabei ausdrücklich die Bereiche Tablets und Virtualisierung. Am PC-Geschäft halte man fest und plane, die Präsenz in aufstrebenden Märkten auszubauen. Vor allem der Enterprise-Bereich werde für das Unternehmen immer wichtiger.

Michael Dell hatte Anfang Februar angekündigt, zusammen mit dem Investor Silver Lake Partners das Unternehmen von der Börse nehmen zu wollen. Unterstützung erhielt er dabei von Microsoft, das 2 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Geschäfts beisteuert.

Dells größter außenstehender Anteilseigner, Southeastern Asset Management, hielt das Angebot allerdings für zu niedrig. Kurz darauf sprach sich zudem Carl Icahn gegen den Rückzug von der Börse aus und die Asset-Management-Firma Blackstone legte zwischenzeitlich ein eigenes Kaufangebot vor. Beide zogen sich jedoch wieder aus dem Bieterwettstreit zurück, Icahn allerdings erst Anfang der Woche. Er erklärte in einem Brief an die Dell-Aktionäre, es sei nach seiner Einschätzung “fast unmöglich”, gegen das Gebot von Michael Dell und Silver Lake zu bestehen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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