Marktübersicht: Homepage-Baukästen für KMU

Auch kleine Unternehmen können es sich mittlerweile leisten, eigene Internet-Auftritte in hoher Qualität zu bieten, denn um teure Technik- oder Webdesign-Dienstleister muss man sich inzwischen nicht mehr bemühen: Fertige Homepage-Baukästen mit allen nötigen Elementen sind in großer Fülle verfügbar. Zählt man alle Varianten, kommt man auf einige hundert dieser “Construction Kits” und einige tausend mögliche Features.
Lokale Programme wie HomepageMaker von bhv und Web-Designer von Magix sowie andere HTML-Seitengestalter erzeugen fertige HTML-Dateien. Mit zahlreichen mitgelieferten Layout-Vorlagen, lizenzfreien Bildern und Musik, Generatoren für dynamische Elemente, Schriftarten und in einigen Fällen sogar mit kostenlos angebotenem Webspace, generieren diese Tools vor allem HTML-Dateien, die dann auf den Webserver hochgeladen werden müssen.

Dieser Schritt entfällt, wenn man den Web-Auftritt direkt im Web aufbaut. Die meisten Internet-Provider und Webhoster bieten neben Platz auf einem ihrer Server inzwischen diese Möglichkeit. Groß herausgebracht hatte dies vor einigen Jahren das deutsche Start-up Jimdo im Rahmen des aufkeimenden Software-as-a-Service-Booms. Jimdos Online-Homepage-Baukasten wurde schließlich auch von 1&1 gekauft und dient dem Massen-Hoster als Grundlage für den eigenen Dienst, die Do-it-yourself-Homepage. 1&1 hat den Dienst 2012 noch um branchenspezifische Designs und Apps erweitert, die ab 10 Euro im Monat bereitstehen – von A wie Automechaniker bis Z wie Zahnarzt sind Webauftritte für über 200 Mittelstandszweige verfügbar. Zusätzlich sind fertige Anwendungen wie Terminvergabe und Verkauf enthalten.
Die Telekom-Tochter Strato legte mit ihrem Homepage-Baukasten rasch nach und liefert “350 branchenspezifische Vorlagen”. Ähnliches offerieren nun auch HostEurope und zahlreiche weitere Unternehmen.
Seitengenerierung, Hosting, Domain und E-Mail im Paket
Die Webhosting- und Homepage-Design-Angebote sind inzwischen zu einer homogenen Masse verschmolzen. Beim Preisvergleich bedeutet das für Kunden, dass sie die Gebühren für Domain, Webspace, Layout-Vorlagen, Suchmaschinenoptimierung, Shop-Programmierung und dergleichen mehr einbeziehen müssen. Viele Anbieter haben entsprechende Pakete gewschnürt, für gewünschte Extras muss meist zusätzlich bezahlt werden.
Die wichtigsten Anbieter im Überblick
Die Anbieter wollen dabei gar nicht mit professionellen Content-Management-Systemen wie Typo3, Reddot, Drupal, WordPress, Joomla und anderen konkurrieren; sie wollen vielmehr kleinen und mittelgroßen Unternehmen möglichst schnell und zu vertretbaren Kosten zum Web-Auftritt verhelfen. Nahezu alle Systeme sind weitestgehend selbsterklärend beim Zusammenbau der Seiten. Viele leiten mit Assistenten durch eine möglichst einfache Gestaltung.
HTML-Baukästen im Schnellüberblick |
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Anbieter | Positiv</b< | Negativ |
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1&1 | Simpel einzurichten, viele Branchenvorlagen, Hosting in Deutschland, Backup garantiert | Branchen-Designs im kostenfreien Basispaket recht eingeschränkt |
Cabanova | moderne Vorlagen, schneller Support, HTML5-Integration | Preise für Zusatzspeicher hoch, Textbausteine sehr bieder |
Go.de | moderne Vorlagen, schneller Support | Hohe Preise für Zusatzspeicher |
HostEurope | sehr offen für allerlei eigene Erweiterungen | wenige Vorlagen im Vergleich zu manchem Mitbewerber, Shop-Abrechnung nur über PayPal |
Jimdo | Einfache Bedienung, deutscher Support, automatisch Anpassung der Designs an Mobilgeräte, Traffic unbegrenzt | Designauswahl noch beschränkt |
Strato | Simple Bedienung, SEO sehr gut, Hosting in Deutschland | Beim Shop fallen zusätzlich Transaktionskostena an, Layout-Vorlagen seriös aber altbacken |
Webnode | Auch für größere Auftritte geeignet, gute SEO-Funktionen | Blogging für Nutzer mit eingeschränkter Funktion |
Web4Business | Schnelle Ergebnisse durch Branchenfokus, einfacher Einrichtungassistent | Für einige Branchen eingeschränkte Funktionsauswahl |
Weebly | Moderne Designs, flexibel veränderbar, Medienplayer integriert | Support nur auf Englisch, Onlineshop ohne spezifisch deutsche Bezahlmöglichkeiten |
WIX | Künstlerisch angehauchte Designs, eigener App-Market für HTML5-Anwendungen | Layouts im Nachhinein nur durch externe Programme veränderbar – aber nicht in den Vorlagen |
Yola | simpel zu bedienen, Support reagiert trotz US-Website schnell | Unterseiten anzulegen ist umständlich, Onlineshop ohne in Deutschland gängige Zahlungsmodalitäten |
Die Webbaukästen der Anbieter unterscheiden sich in vielen kleinen Details, die aber vor allem professionelle Webseitengestalter interessieren. Die meisten Angebote sind auf wenige, schnell zu erledigende Schritte einschränkbar: Design auswählen, eigenen Inhalt in die Vorlagen packen und dann optimieren, personalisieren und online stellen. Unsere ersten Eindrücke zu den wichtigsten Anbietern von Homepage-Baukästen finden Sie auf den kommenden Seiten.
Jimdo
Der Webservice Jimdo bietet mittlerweile mehrere große Rundum-Pakete. Sie enthalten neben fertigen Designs und Shop-Funktionen auch die automatische Anpassung der Seitengestaltung an unterschiedlich große Mobilgeräte.

Jimdo Free ist kostenlos und enthält etwa 120 Vorlagen für fertige Websites. Das Einfügen von Titelbildern ist über eine Auswahl vorgefertigter Fotos und Grafiken aus einer Galerie möglich. In der Pro- und Business-Version lassen sich auch eigene Bilder hochladen. Das Einfügen fertiger HTML-Dateien und CSS-Stylesheets ist ebenfalls möglich.
Jimdo Pro kommt für 60 Euro im Jahr mit einer Webdomain und einer Mail-Adresse. Schon vorhandene Domains und Mail-Adressen können integriert werden. Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung runden das Paket ab.
In der Variante Jimdo Business (180 Euro im Jahr) sind erweiterte Features für die Suchmaschinenoptimierung enthalten. Zudem können die erzeugten Websites auf zwei Domains verteilt werden, Mails mit 20 im Paket enthaltenen, unterschiedlichen Mail-Adressen beantwortet werden.
Der Speicher für das Hosting der freien Websites ist bei Jimdo auf 500 MByte beschränkt. In der Pro- und Business-Version ist er unbegrenzt. Datenverkehr ist in allen Varianten ohne Limit möglich. Pro und Business kommen zudem mit statistischen Auswertungsfunktionen.
1&1 DIY-Homepages
1&1 hat die Funktionen der Jimdo-Pro-Vorlage erweitert und auf sein Hosting-Geschäft angepasst. Die Do-it-yourself-Homepages lassen sich zunächst den Vorlagen für bestimmte Berufsbereiche zuordnen. Der Anbieter hat passende HTML-Designs für rund 200 Branchen zusammengestellt.
Ab knapp 10 Euro im Monat bekommt der Kunde in einem “Basic”-Paket so zu den Seiten 10 GByte Webspace, bis zu 500 Inhaltsseiten und 200 E-Mail-Adressen. Die generierten Seiten werden über einen Drag-and-drop-Homepage-Editor zusammengestellt, der aus vielen Design-Vorlagen und einigen Farbsets auswählen kann. Eine Bildbearbeitung und eine Funktion zur mobilen Website-Darstellung sind enthalten. Die Branchen-Designs im Basic-Paket sind allerdings auf rund 10 Kategorien eingeschränkt.
In der Plus-Version für 14,99 Euro befinden sich zusätzlich ein Online-Kalender, Gästebuch, Kontaktformular, Google Maps und RSS-Feeds. Integriert sind auch Online-Shop, Einbau von Web-Apps, Erfolgsmessung mit Web-Analytics und ein Social Media Center zur Synchronisierung von Homepage mit Facebook und Twitter. Die Pro-Version für einen Preis von knapp 20 Euro im Monat kommt mit zusätzlichem “Experten-Service”, sprich einer Telefonberatung zu Optimierung von Seiten und Ergebnissen. In allen 1&1-Homepage-Baukästen sind 2 GByte Webspace und die Nutzung von Online-Office-Anwendungen für das Zusammenstellen der Einzelelemente geboten.
Strato Homepage-Baukasten
Strato ist als Tochter der Deutschen Telekom einer der größten Hosting-Anbieter in Deutschland und spielt daher auch im Geschäft mit Homepage-Baukästen mit. Das Angebot heißt bei Strato Live pages. Mit ihm offeriert die Firma im kostenlosen 30-Tage-Test 350 Vorlagen, das Hosting von 20 Seiten, einer Domain und 25 Postfächern mit unbegrenztem Datenverkehr. Danach ist die Basic-Homepage für 12 Monate im Aktionsangebot zu 3,90 Euro im Monat zu haben. Die Mindestvertragsdauer beträgt 12 Monate, die allesamt im Voraus abgerechnet werden.

Das Firmen-Homepage-Angebot startet bei einem Preis von 8,90 Euro im Monat mit 2 Domains und 50 Postfächern in eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Bezahlt werden muss alle 6 Monate. Die “Firmen-Homepage Pro” kostet 14,90 Euro im Monat, läuft für mindestens ein Jahr und wird alle 3 Monate in Rechnung gestellt. Sie bietet 150 E-Mail-Accounts und drei Domains.
Die Shop-Funktion ist beim Strato-Baukasten nicht im Grundpreis enthalten; sie kann hinzugefügt werden. Je nach Anzahl der Produkte, die verkauft werden sollen, ist sie ab 4,90 Euro im Monat (bis zu 5 Produkte) oder 9,90 Euro monatlich (bis zu 50 Produkte) hinzubuchbar. Da Strato die Abwicklung über Zahlungsdienste übernimmt, werden zudem drei Prozent Transaktionskosten fällig.
HostEurope
Der Homepage-Baukasten von HostEurope kommt in den drei Varianten Basic, Medium und Premium. Die beiden kleineren bieten keine mobilen Templates und in Version Basic für 5,99 Euro monatlich sind nur 5 Seiten bei rund 80 Vorlagen möglich. Die Medium-Version für 12,99 Euro kann 10 Seiten umfassen und erlaubt die Auswahl aus über 100 Design-Vorlagen. Variante Premium für 19,99 Euro monatlich hält bereits über 120 fertige Vorlagen parat.

Die technischen Möglichkeiten mit Mails, Shops und Zahlungsfunktionen sind zwar da – aber kaum ohne Zusatzkosten und Extra-Verträge möglich. Die Bedienung ist simpel, der Kunde schnell am Ziel, der Traffic unbeschränkt, der E-Commerce allerdings auf PayPal beschränkt. Und wer die technischen Begrifflichkeiten kennt, kommt bei dem offenbar von Technikern konzpierten Dienst leichter zum Ziel.
Go.de
Der Anbieter GO teilt sein Angebot in die drei Pakete Start, Profi und Business. Ab 4,69 Euro im Monat ist die Domain im Preis enthalten, ohne Domain ist die Startversion kostenfrei. Die Basisversion kommt mit 180 Vorlagen, einer Domain, 10 Mail-Adressen und 5 GByte Webspace.

Die Profivariante mit 2800 Designs, zwei Domains, Telefonsupport, 20 Mailadressen und zahlreichen branchenspezifischen Textbausteinen kostet 12,99 Euro im Monat, touchfähige Apps für Windows und iOS sind im Lieferumfang enthalten. Go Business für 14,49 Euro monatlich enthält zusätzlich unbeschränkten Speicherplatz, 5 Domains und 10 E-Mail-Postfächer.
In Profi- und Business-Variante ist der Speicherplatz unbegrenzt, in allen drei Versionen ist der mit der Pauschale abgegoltene Datenverkehr unlimitiert. Die genannten Preise gelten nur bei Vorauszahlung für 24 Monate – sonst kann es einige Euro im Monat mehr kosten. Dem Anbieter ist wichtig, dass seine Designs sich Geräten wie etwa einem Smartphone anpassen. Die “responsive Designs” kosten nichts extra.
Web4business
Der Dienst Web4nusiness beginnt zunächst mit einer Branchenauswahl und stellt dann eine Reihe dafür generierter Layout-Templates bereit. Die Auswahl pro Geschäftszweig ist zwar begrenzt, doch dadurch ist der Weg zum Ziel kürzer.

Preise sind abhängig von der Branchenauswahl, denn je nach Wirtschaftszweig werden unterschiedliche Funktionen geboten – Web4Business will es den Kunden so einfach wie möglich machen, statt sie in einer riesigen Liste von Features Funktionen suchen zu lassen, die sie vielleicht gar nicht brauchen. So beginnen die Monatspreise bei 19,90 Euro und gehen je nach Sujet bis zu 39,90 Euro im Monat. Das Paket für einen KfZ-Betrieb etwa kostet 29,90 Euro, die Anwaltskanzlei zahlt mehr, der Bäckermeister weniger.
Die Gestaltungsfunktionen enthalten einen Editor für Texte und eine Drag-and-drop-Publishing-Oberfläche zum Einbinden grafischer und layouterischer Elemente. Mehrere Zwischenablagen helfen, dabei schneller zum Ergebnis zu kommen. Nach dem Prinzip “fair use” legt der Anbieter die Kosten für Domain, Webhosting und Webtraffic obendrauf.
Web4business liefert neben Designs, Domain, beliebig vielen E-Mail-Adressen und unbegrenztem Traffic auch die Möglichkeit, bis zu 10 Bilder des Fotodienstes Fotolia kostenfrei zu nutzen. Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es nicht, eine Kündigung ist jederzeit zum Monatsende möglich.
Cabanova

Der schon 12 Jahre existierende Homepage-Baukasten Cabanova hat sich über die Jahre gemausert. Die modernisierte Variante kann HTML-5-Apps in die Webseiten einbinden, enthält einen Shop, Features zur Suchmaschinenoptimierung und über 1000 Designvorlagen. Branchenspezifische Texte sind zwar vorhanden, doch da die Textbausteine bei allen gleich klingen, sollte man sie nur als Ideengeber für eigene Werke nutzen. Sie stürzen sonst in Suchmaschinen eher ab.
Wie fast alle Mitbewerber startet Cabanova mit der Vorlagenauswahl und führt dann zu den Funktionen zur Individualisierung. Fertige Module für Volltextsuche, Fotogalerien, Gästebücher, Einfügen von Flash-Animationen oder -Spielen, Google Analytics, Yahoo Maps, Umfragen, Kontaktformularen und dergleichen lassen sich integrieren.
Die kostenlose Firmen-Homepage kann nur drei Seiten und 50 MByte groß sein. Die Business-Version kostet 9,90 Euro monatlich und darf 5 GByte umfassen. Im Onlineshop des Baukastens lassen sich gerade mal drei Produkte anbieten. Wer 19,90 Euro im Monat investiert, bekommt 10 GByte Webspace und die Möglichkeit bis zu 10.000 Produkte zu präsentieren.
Wer die kostenlose Variante verwendet, muss viel Werbung auf der generierten Homepage über sich ergehen lassen – sie bietet sich also nicht unbedingt fü den Web-Einstieg für Unternehmen an. Positiv ist, dass keine automatische Vertragsverlängerung stattfindet. Negativ dagegen, dass die Vertragslaufzeit von 12 Monaten im Voraus bezahlt werden muss. Eine Domain ist Teil der kostenpflichtigen Pakete.
Yola
Der US-Dienst Yola kann aus Deutschland in deutscher Sprache gebucht werden, die Preise für die kostenpflichtigen Varianten unterliegen aber dem momentanen Dollar-Umtauschkurs. Die kostenlose Variante des Services kappt die Bandbreite des Datenverkehrs bei 1 GByte und lässt nur drei Seiten und 1 GByte zu. Das Hosting der kostenpflichtigen Versionen erlaubt unbegrenzten Zugang auf die generierten Seiten. Version “Bronze” kommt mit 2 GByte Webspace, Version “Silber2 mit 5 GByte, Telefonsupport, Smartphone-Anpassung und 3000 Fotos.
In Version “Gold” für 16,66 Dollar im Monat sind die Menge der Seiten, des Speicherbedarfs und des Internet-Traffics unbegrenzt. Eine SEO-Kontrolle und ständige Überwachung mit Verbesserungshinweisen ist hier inbegriffen.
In Yola gibt es keinen Shop – diesen muss der Kunde für 10 Dollar im Monat zusätzlich buchen. Wem die Design-Vorlagen nicht ausreichen, der kann für 499 Dollar Fixpreis einen persönlichen Designer beauftragen. Auch E-Mail-Adressen kosten bei allen Yola-Varianten extra.
Webnode
Der Webdesign-Dienst Webnode stellt seine “Responsive Designs”, die sich an fast jede Bildschirmgröße anpassen, im Marketing heraus. Dabei handelt es sich nur um wenige; die meisten Vorlagen pasen sich nicht an. Der Anbieter verspricht eine “Website in 5 Minuten”, bietet dazu hunderte von Vorlagen und offeriert einen Onlineshop.
Der Service ist in seiner kleinsten Variante kostenlos – inklusive Shop und allen anderen Bestandteilen. Extra-Speicherplatz, Bandbreiten für hohe Zugriffsmengen und mehr E-Mail-Accounts kosten jedoch zusätzlich. Die kostenlose Ausgabe des Dienstes ist sogar werbefrei, die Domain auch in der freien Version mit dabei. Funktionen wie Redaktionssystem, Webhosting, Besucherstatistiken, E-Mail, Online-Shops, Blogs, Foren, Umfragen, Fotogalerien, Produktkataloge, Volltext-Suche und RSS sind selbst in der Free-Version enthalten.
Der Speicherbedarf und die Designwahl zwingen jedoch fast zu den kostenpflichtigen Varianten: In der Version für gewerbliche Seiten kommen zahlreiche branchenspezifische Vorlagen hinzu. Die Speicherkapazitäten, Anzahl der Mail-Adressen und Traffic-Mengen sind in drei Ausbaustufen zu haben, in der Profiversion sind Backup-Dienste mit dabei. Die Preise rangieren zwischen 3,35 Euro und 16,65 Euro pro Monat.
Weebly
Der Webseitengestalter Weebly funktioniert im Grunde eher wie ein Blogging-Programm und packt mehrere hundert fertige Designs dazu. Die meisten davon passen sich an Auflösungen mobiler Geräte an. In der kostenfreien Variante gibt es noch keine Domain und keine Mail-Adresse um auf Anfragen zu reagieren, doch das Hosting ist schon enthalten.
Wie bei Yola handelt es sich um einen amerikanischen Dienst, Preise richten sich also nach dem Dollar-Kurs. In der Starter-Version für 4 Dollar im Monat sind bereits die eigene Domain und Statistikfunktionen dabei, in der Pro-Version kommen Suchfunktionen und Multimedia-Einbindung dazu, in der Geschäftsvariante für 25 Dollar im Monat ist auch der Shop für beliebig viele Produkte enthalten.
Obwohl der Service in deutscher Sprache daherkommt, zeigt sich aber schon bei der Design-Auswahl und später bei der Bezahlung, dass es sich um einen US-Dienst handelt. Support bieten nur lokale Wiederverkäufer, da helfen auch die schönsten Designs, notdürftig eingedeutschte Anleitungen, neueste Technik-Features wie HTML5-Editor und Umfragen- oder Kartendienste nicht viel.
WIX
Der Service WIX ist aus einem Flash-Website-Anbieter mit Macintosh-Hintergrund entstanden, und so ist vielleicht die Fixierung auf künstlerische Stilvorlagen erklärbar. Alle Elemente beruhen auf modernen HTML5-Anwendungen – ob nun ein Design herangezogen wird oder eine Anwendung zum Einbau in die Seiten. Daraus ergibt sich auch die Ausstattung der (mehreren hundert) Vorlagen mit Apps wie Blog, Bildergalerie, Chat, Formulare Forum, Online-Shop, Newsletter-System, Mitgliederbereich und vielem mehr. Die meisten dieser Anwendungen können in einem eigenen WIX-AppShop durch kostenpflichtige Varianten mit noch mehr Funktionen ergänzt werden.
So verlockend alles klingen mag: Funktionen zum nachträglichen Ändern der Designs gibt es nicht viele. Profis können das HTML5 exportieren und in einem externen Editor bearbeiten, in der Web-Oberfläche ist die Auswahl aber begrenzt. Und die Vorlagen selbst lassen sich höchstens als neue HTML5-Apps integrieren, was für Einsteiger sicherlich zu kimplex ist.
Die Suchmaschinen-Optimierung ist dagegen sehr gut gelöst: WIX bietet einen Service zur Live-Optimierung und kann dazu neben eigenen Utilities auch Erebnisse von Google Analytics integrieren.
Beim Anbieter gibt es fünf Pakete. Die kostenlose Version mit Gratis-Homepage inklusive Hosting bietet wenig und ist eigentlich nur ein guter Test. Die Preise des Anbieters haben sich entsprechend der Nachfrage des Öfteren geändert, zuvor online nachzusehen hilft also, nach dem Vertragsabschluss Konfusion zu vermeiden.
Webspace und die Verknüpfbarkeit mit vorhandenen Domains gibt es für 5,95 Euro im Monat, bei Zahlung von 10,95 Euro im Monat wird keine Werbung mehr eingespielt, bei 15,95 Euro entfällt die Beschränkung des Datenverkehrs und für 19,90 Euro im Monat kommen E-Commerce-Funktionen dazu.
Der Shop ist allerdings vor allem für internationale Zahlungswege wie Kreditkarten und PayPal geeignet, deutsche Modalitäten wie Sofortüberweisung lassen sich nur über HTML5-Apps einbinden. Webspace von 500 MByte und Traffic bis 1 GByte ist in der 5,95-Euro-Version enthalten, 3 GByte Speicher und 2 GByte Traffic in der 10,95-Euro-Variante. Für bis zu 10 GByte Webspace fallen 15,95 Euro an.
Fazit
Zwar ist die Auswahl aus den vielen Varianten, Features und Designvorlagen schwierig und die technischen und grafischen Einzelheiten offerieren unendliche Varianten. Doch um schnell und sicher einen Web-Auftritt durch einen Baukasten zu erstellen und auch bei den Hosting-Folgekosten keine unliebsamen Überraschungen zu erleben, sind vor allem die hierzulande gehosteten Dienste für KMUs empfehlenswert.
Sowohl mit Jimdo als auch Strato, 1&1 und Web4business geht man hier auf Nummer sicher. Wer Wert auf besonders edle und kreative Designs legt, fährt gut mit WIX. Selten, aber wahr: Keiner der Anbieter fällt wirklich negativ auf.
Auf diese Features sollten Sie achten
- Sind Designs nachträglich veränderbar?
- Lassen sich Apps einbinden?
- Hat der Service SEO-Funktionen?
- Reicht der enthaltene Webspace für die angedachten Zwecke?
- Ist die Domain enthalten oder muss sie zugekauft werden?
- Brauche ich Shop-Funktionen und werden auch die in Deutschland gängigen Zahlungsmöglichkeiten geboten?
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