Cloudrail bekommt Seed-Finanzierung für Internet-der-Dinge-Schnittstelle

Die Mannheimer Firma Iicobo hat bekannt gegeben, dass sie sich ein Seed-Investment von 540.000 Euro für das Projekt Cloudrail gesichert hat. Die zugrunde liegende Idee ist, dass Geräte, Software und Cloud-Dienste auch zwischen unterschiedlichen Herstellern und Ökosystemen kommunizieren müssen. Um verschiedene Standards, Datenformate und Schnittstellen von zahlreichen Herstellern zu vermeiden, soll Cloudrail als eine Art Meta-Middleware zur Interoperabilität verhelfen.

Die Programmierer haben unter dem Namen Cloudrail bereits im vergangenen Dezember eine auf Cloud-Speicher ausgerichtete Interoperabilitäts-Lösung auf den Markt gebracht. Software-Entwickler können diese API kostenlos herunterladen und implementieren.
Das jetzt erhaltene Kapital soll zur Erweiterung des bisher auf den Internet-Speicher begrenzten Systems auf Geräte, Systeme und Infrastrukturen sowie der Weiterentwicklung der selbstanpassenden Struktur der “Schnittstelle zwischen den Schnittstellen” aufgewendet werden. Zu den Investoren gehören Leonardo Venture, die Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim GmbH (BWM GmbH) und mehrere strategische Business Angel.
Der Hersteller bezeichnet sein Produkt als “universelle adaptive API”: Sie erlaube es Entwicklern, mehrere Geräte oder Cloud-Dienste über eine Schnittstelle in ihre Produkte zu integrieren. Das System “übersetzt” automatisch zwischen den verschiedenen Kommunikationsstandards und erneuert sich selbst.
Ein Beispiel: Programmierer hinter einer Anwendung müssen nicht mehr die Einzelheiten von Bluetooth, WLAN oder sonstigen Netzwerkverbindungen kennen; sie rufen nur Kommunikationsfunktionen auf, der Rest geschieht fast von selbst. Durch das automatische Nachladen von Unter-APIs und Treibern kann Cloudrail mit wachsender Zahl an “smarten” Geräten mithalten, statt stets neu programmiert zu werden. Die Lösung ermöglicht es den Geräten, sich jeweils automatisch auf das andere Gerät und dessen Standard einzustellen.