Vielseitig einsetzbare IoT-Plattform PingPong vorgestellt

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PingPong-Board (Bild: Round Solutions)

Komponentenlieferant Round Solutions hat mit PingPong eine vielseitige Plattform vorgestellt, die es Entwicklern und Unternehmen erlauben soll, schnell eigene Anwendungen im Bereich Internet der Dinge aufzusetzen. PingPong basiert auf einem Baukastenprinzip: Entwickler können ihre jeweiligen Anwendungen und Kommunikationsstandards in einer Lösung zusammenführen. Daten sollen sich so ebenso einfach senden und empfangen lassen, wie der Ball beim Ping-Pong-Spiel hin- und hergeschlagen wird – daher auch der Name.

PingPong (Bild: Round Solutions)

Das PingPong IoT Basic Board kommt mit 4G/LTE auf 800, 1800 und 2600 MHz, UMTS samt HSPA+ auf 800, 850, 900, 1700, 1900 und 2100 MHz sowie GSM/GPRS auf 850, 900, 1800 und 1900 MHz. Damit ist es für den Einsatz an schwer zugänglichen Orten gut gerüstet. Für die mobile Nutzung werden zudem GPS, Glonass und Galileo unterstützt.

In der RTOS-Version sind ein 32-Bit-Mikrocontroller mit 200 MHz, 512 KByte RAM und 2 MByte Speicher verbaut. Die Linux-Version nutzt einen ARM-Cortex A8-Prozezessor, 128 MByte RAM und 32 MByte Flash-Speicher. Als Erweiterungen sind unter anderem RJ45, Dual-SIM und USB erhältlich, konfigurierbar ist das Board über Ethernet, USB sowie SMS. Das 8,5 mal 5,2 Zentimeter große Board arbeitet bei Temperaturen zwischen minus 40 bis plus 85 Grad Celsius und kann durch Gehäuse geschützt werden, die die Anforderungen der Schutzklassen IP53 respektive IP67 erfüllen.

Die Version mit Echtzeitbetriebssystem nutzt C/C++ und Python. Die Linux-Version von PingPong unterstützt auch Open VPN und IP-Sec-Tunnel. Round Solutions bietet zudem fertige Software-Pakete an, mit denen sich zum Beispiel Remote Metering oder Asset Tracking ohne weiteren Aufwand umsetzen lassen. Auch als WiFi- respektive Bluetooth-Gateway kann das Board damit fungieren.

Die verfügbaren Erweiterungs-Boards sorgen für die Vernetzung mit WLAN- oder Bluetooth-Geräten, können die Verbindung zu Iridium-Satelliten herstellen, bieten NFC und RFID oder Kameraschnittstellen. Sie werden dazu einfach mit den vorhandenen Erweiterung-Slots verbunden und funktionieren laut Anbieter ohne weitern Aufwand. Eine M2M-SIM-Karte von Telit kann zudem den Zugang zur Cloud bereitstellen.

“PingPong funktioniert wie ein Hightech-Baustein für IoT-Entwickler, die mit einem einfachen physischen Gerät Funktionen oder Prozesse der Wertschöpfungskette digitalisieren möchten”, sagt Ben Hoelke, CEO von Round Solutions. “Das kann zum Beispiel ein Temperatursensor sein, der via Cloud den Wartungsdienst rechtzeitig vor Überhitzung oder Unterkühlung warnt. Da PingPong optional einen eigenen Cloud-Zugang bietet, sind aber auch komplette Prozessabläufe schnell und leicht verständlich digitalisierbar, etwa bei einer Vernetzung von Fertigungsrobotern mit autonomen Transportsystemen.”

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