Mapz.com bietet qualitativ hochwertige Alternative zu Karten aus Google Maps

Kober-Kümmerly+Frey mit Sitz in Köln arbeitet bei seinem Angebot Mapz.com mit freien Daten aus dem Open-Street-Map-Projekt. Privatpersonen, gemeinnützige Vereine oder Schulen dürfen das hochaufgelöste Material kostenlos nutzen. Gewerbliche Anwender können zwischen Pay-per-Download und Flatrate-Angeboten wählen.
Das Kölner Unternehmen Kober-Kümmerly+Frey hat mit Mapz.com einen Kartendienst vorgestellt, der sich gezielt an Nutzer richtet, die Karten in eigenen Angeboten – sei es nun online oder offline – verwenden wollen. Für Privatpersonen, gemeinnützige Vereine, Schulen und andere nichtkommerzielle Nutzer ist das Material auf Basis von Daten des Open-Street-Map-Projekts kostenlos. Kommerzielle Anwender können pro Download bezahlen oder eine Flatrate buchen. Kleinstunternehmen mit bis zu vier Mitarbeitern erhalten einen Förderrabatt.

Im Gegensatz zu Angeboten wie Bing Maps, Nokia Here oder dem Kartendienst des russischen Google-Konkurrenten Yandex verzichtet Mapz.com auf Funktionen wie Routenplanung, die Einbindung von Bilderdiensten oder Panoramaansichten ebenso, wie auf die Anreicherung der Karte mit Verkehrsinformationen oder Hinweise auf diverse Gewerbebetriebe. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf der Karte und den Möglichkeiten, diese in Bezug auf Nutzungsrechte und Qualität für Ausdrucke und Weiterverwendung auf- und vorzubereiten.
Über eine Zeichenfunktionen auf der Website mapz.com lassen sich Standorte, Flächen oder Wegstrecken online in die Karten einzeichnen. Außerdem wird der Import von Geokoordinaten über Excel-Tabellen und den Webstandard GeoJSON, einem offenen Dateiformat für den Austausch geografischer Daten, unterstützt. Damit lassen sich auch Linienelemente und Flächen in die Karten importieren.

Dazu liegen alle Karten in den Rasterdatenformaten PNG, JPG und PDF in mehreren Auflösungen (200 und 400 dpi) vor. Außerdem steht eine aus den Open-Street-Map-Daten generierte Vektorkartografie zur Verfügung, die auch Adobe-Illustrator-Format heruntergeladen und damit dann von Grafikern mit den bekannten Werkzeugen editiert werden kann. Beim Kartendesign verlässt sich Kober-Kümmerly+Frey nicht auf das Open-Source-Projekt, sondern greift auf die Expertise des Traditionsunternehmens Kümmerly+Frey zurück.
2002 hatte der Kober-Verlag alle Anteile an Kober-Kümmerly+Frey, einem Joint-Venture mit dem Schweizer Kartenspezialisten, übernommen. Die Traditionsmarke Kümmerly+Frey ging damals an die MairDuMont-Gruppe. Die Entwicklung von Mapz.com begann 2011 und wurde jetzt weitgehend abgeschlossen. Was noch fehlt ist eine Programmierschnittstelle, über die intensive gewerbliche Nutzer Kartenmaterial aus eigenen Datenbanken heraus automatisiert abrufen können. Sie soll Ende des Sommers verfügbar sein.
Die Einbindung interaktiver Karten über einen Embedding-Code, wie er zum Beispiel auch bei Google Maps angeboten wird, ist dagegen bereits möglich. Kartenmaterial dafür steht für die ganze Welt zur Verfügung. Außerdem lässt sich unter mehreren Designvarianten wählen.

Aufgrund der in vielen Fällen schwierigen Urheberechtsfragen angenehm ist, dass Nutzer von mapz.com mit dem Download zusätzlich zur Karte auch das passende Nutzungsrecht. Die Lizenz ist auf den Namen oder die Organisation ausgestellt, so dass sich im Streitfall das Recht an der Karte rechtlich einwandfrei belegen lässt. Außerdem kann – unter Einhaltung einiger Regeln – das Nutzungsrecht auf Dritte übertragen werden. Das ist insbesondere für Dienstleister interessant, die etwa Prospekte oder ähnliches für ihre Kunden erstellen und dabei Karten einbinden müssen.
