XPS 12: Dell stellt 12,5 Zoll großes Detachable mit 4K-Display vor

Nach den “Convertibles” kommen jetzt die “Detachbles”: Bei diesen Notebook-Ablegern lässt sich das Display nicht nur drehen und wenden, sogar ganz abnehmen. Das Dell XPS 12 nutzt die Continuum-Funktion von Windows 10 und wird Ende Januar außer mit 4K-Display auch in einer günstigeren Variante mit Full-HD-Auflösung erhältlich sein.
Kurz nach der Vorstellung von Microsofts erstem eigenen Notebook, dem Surface Book, legen die bisherigen Herstellerpartner des sich rasch verändernden Softwarekonzerns ihre Entwürfe vor. Bei Dell heißt der XPS 12 und besitzt ein 12,5-Zoll-Display, das ebenfalls als Tablet verwendet werden kann. Mit einer Intel-Core-M-CPU der Skylake-Generation und maximal 8 GByte Arbeitsspeicher fällt die Ausstattung diesbezüglich etwas schwächer aus, als beim Microsoft Surface Book. Dafür dürfte das XPS 12, wenn esw ie geplant Ende Januar in Deutschland in den Handel kommt, auch etwas weniger kosten als das Surface Book, für das je nach Variante zwischen 999 und 2499 Euro verlangt werden.
Das Display des Dell XPS 12 ist wahlweise mit 4K- oder Full-HD-Auflösung erhältlich. Die UHD-Variante stellt 3840 mal 2160 dar, die FHD-Version 1920 mal 1080 Bildpunkte. Die Pixeldichte liegt dementsprechend bei 352 beziehungsweise 176 ppi. Die Helligkeit gibt Dell mit 400 Nits an, den Kontrast mit 1500:1, die Einblickwinkel mit bis zu 170 Grad. Der von Gorilla Glass geschützte Touchscreen unterstützt zehn Fingereingaben gleichzeitig und lässt sich auch mit dem drucksensitiven Active Pen von Dell bedienen. Dieser kann beispielsweise für Notizen in Microsoft OneNote oder zum Kommentieren von Webseiten verwendet werden.
Der Bildschirm kann von der Tastatur getrennt und als reines Tablet genutzt werden. Er wird von Magneten im Scharnier gehalten und soll sich mit einer Hand ab- beziehungsweise anstecken lassen, da kein Hebel umgelegt werden muss. Ob das Display für die Nutzung des Gerätes im Zelt-Modus auch anders herum eingesteckt werden kann, ist noch nicht bekannt.
Dank der Continuum-Funktion von Windows 10 erkennt das XPS 12 automatisch, ob eine Tastatur angesteckt ist oder nicht und passt Menus und Taskbars entsprechend an. Die hintergrundbeleuchtet Tastatur des Dell XPS 12 verfügt über Dells verbessertes Precison-Glas-Touchpad. Das Gehäuse des Dell XPS 13 ist aus Magnesium und mit einer Soft-Touch-Beschichtung versehen. Das Tablet misst 29,1 mal 19,3 Zentimeter und ist 8 Millimeter dick
Dell verbaut im XPS 12 eine Intel-Core-M-CPU m5-6Y54 der Skylake-Generation mit 4 MByte Cache und einer maximalen Taktrate von 2,7 GHz. Käufern werden wohl verschiedene Chip-Modelle – vermutlich von Core M3 bis Core M7 – zur Auswahl stehen. Genauere Angaben dazuliegen bisher nicht vor. Dennoch wird die Leistung nicht so hoch sein wie beim Microsoft-Gerät, das mit Core-i-Prozessoren ausgestattet ist. Die Grafik übernimmt bei Dell Intels HD-Graphics 515. Einen dedizierten Grafikchip wie bei einigen Varianten des Surface Book gibt es bei Dell nicht.
Der Arbeitsspeicher ist maximal 8 GByte groß und wird sich nicht erweitern lassen. Außerdem ist eine SSD mit 128 oder 256 GByte verbaut. Der Akku bietet 30-Wattstunden und ist ebenfalls fest integriert. Er lässt sich laut Dell nicht vom Konsumenten auswechseln. Geladen wird das XPS 12 mit einem USB-Typ-C-Adapter, der an einen Thunderbolt-3-Port angeschlossen wird.
Zur Ausstattung gehören eine 8-Megapixel-Haupt- und eine 5-Megapixel-Frontkamera sowie zwei Mikrofone für Videochats. Die Audioausgabe übernehmen zwei Stereolautsprecher mit Wave-MaxxAudio-Pro-Technologie. Zur Kommunikation bietet das XPS 12 WLAN (802.11ac), Bluetooth 4.1 und Miracast. An Anschlüssen stehen zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse, ein SD-Kartenleser und eine Kopfhörerbuchse zur Verfügung. VGA-, HDMI-, Standard-USB- und Ethernet-Verbindungen sind in Kombination mit dem Thunderbolt-Port über ein separat erhältliches Dock möglich.
Im Gegensatz zu den bereits vorab zu dem Rechner durchgesickerten Informationen wurden in der offiziellen Ankündigung von Dell weder LTE noch eine zweite, kleinere Tastatur erwähnt. Möglicherweise reicht Dell entsprechende Modelle später nach.
[mit Material von Christian Schartel, CNET.de]